Tagebau / Rohstoffgewinnung

Mit der schrittweisen Einstellung der bergbaulichen Tätigkeiten vor allem in der mitteldeutschen Tagebauregion ergibt sich für die massiv überprägten Landschaften ein umfangreicher Handlungsbedarf zur Sanierung und Renaturierung der Tagebaufolgelandschaften.

Diese großflächigen Landschaftsbereiche besitzen sowohl für die Natur als auch für die Erholungsnutzung des Menschen einen besonderen Wert. Hier entsteht häufig ein Konflikt bezüglich der unterschiedlichen Nutzungsansprüche in den ehemaligen Tagebauterritorien.

Nach der technischen Sanierung und Sicherung ergibt sich nach Einstellung der Nutzung und der damit häufig verbundenen Grundwasserabsenkung ein Wiederanstieg des Grundwassers. Da das Grundwassergefüge in den Tagebaulandschaften in vergangenen Zeiten großflächig verändert und überprägt wurde, stellen sich die Grundwasserstände im Rahmen der Renaturierung z. T. vollständig neu ein. Dadurch ergibt sich Handlungsbedarf um die entstehenden Oberflächengewässer an Vorfluter bzw. entsprechende Ableiter oder ehemals umgeleitete Fließgewässersysteme anzuschließen. Des Weiteren sind die Kontrolle und die Einschätzung des Gefährdungspotentials (z.B. für die Standsicherheit von Ufer und Böschungen) durch das ansteigende Grundwasser erforderlich.

Als Landschaftsplaner begleiten wir hierbei die einzelnen notwenigen Bauvorhaben in den Tagebauregionen. Die in den vergangen Jahren entstandenen Rohbodenstandorte und unterschiedlichen Sukzessionsstadien besitzen für die Flora und Fauna einen besonders hohen Wert. In den durchgeführten Planungen spielte neben der Eingriffsregelung der besondere Artenschutz eine bedeutende Rolle. In verschiedenen Tagebauregionen sind wir als Projektsteurer für umwelt- und naturschutzfachliche Fragestellungen tätig.

Erfahren Sie mehr zu Vorhaben aus diesem Tätigkeitsfeld


Artenschutzrechtliche Prüfung


Landschaftspflegerische Begleitplanung


Projektsteuerung


Umweltverträglichkeitsstudie