UVS Neubau der A 100, 16. Bauabschnitt, AD Neukölln – AS Am Treptower Park

UVS zum Neubau des Abschnittes 16 der A 100 in Berlin

Der Ausbau der A 100, 16. Bauabschnitt (BA) vom AD Neukölln bis zur AS am Treptower Park in den Berliner Bezirken Neukölln und Treptow-Köpenick ist als vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan enthalten. Wir erstellten die Umweltunterlagen in Form einer UVS, die die Basis für den darauffolgenden landschaftspflegerischen Begleitplan bildete.
Im Rahmen der Vorplanung zur Ringverbindung A 100 aus dem Jahr 1994 wurden insgesamt 4 Varianten untersucht (Grundlage der weiteren Planung).

Der Untersuchungsrahmen zur UVS wurde im Scoping-Termin gem. § 5 UVPG unter der Beteiligung der Träger Öffentlicher Belange und Betroffener festgelegt. In diesem Rahmen wurden auch die erforderlichen Faunistischn Sonderuntersuchungen für Vögel, Fledermäuse, Wirbellose und Reptilien festgelegt durchgeführt.

Bei dem Untersuchungsraum handelt es sich um einen städtisch geprägten Raum mit einem sehr hohen Anteil überformter Böden, einem bereits hohen Versiegelungsanteil und einer relativ hohen Vorbelastung durch Schadstoffeinträge Typisch diese Gebiete ist das Vorkommen von meist siedlungsangepassten, störungstoleranten Tier- und Pflanzenarten. Den gesamten Untersuchungsraum charakterisiert die Zerschneidung durch Straßen, Kanäle, Bahntrassen (lineare Infrastrukturen), geschlossene Häuserzeilen und Kleingartenanlagen.

Die Bedeutung bzw. Empfindlichkeit betroffener Schutzgüter führte zu einer Einschätzung des Raumwiderstandes gegenüber dem Vorhaben. Ein hoher und sehr hoher Raumwiderstand bezieht sich insbesondere auf Wohnsiedlungen und Mischgebiete sowie Bereichen mit Sondernutzungen, die gleichzeitig auch der Wohnnutzung dienen. Dazu zählen u.a. die weißrussische Botschaft (Botschaft von Belarus), das Hotel Estrel, Kindertagesstätten sowie Schulen, ebenso der Treptower Park mit seinem alten Baumbestand und dem auf der gesamten Parkanlage liegenden Denkmalschutz .Als relativ konfliktarme Räume wurden ein Großteil der Industrie- und Gewerbeflächen sowie Straßen, versiegelte Bereiche und der Neuköllner Schifffahrtskanal (u.a.) ausgewiesen.
Der größte Eingriff des Bauvorhabens besteht in der Neuversiegelung bisher unversiegelter Flächen sowie der bauzeitlichen Überprägung und der damit einhergehenden Funktionsverluste für Naturhaushalt und Landschaftsbild.

Des Weiteren kommt es bei Inbetriebnahme der Autobahn zu Einträgen von Schall und Schadstoffen. Diese lassen sich jedoch durch die Tunnel- bzw. überwiegende Troglage und die abschnittsweise angeordneten Schallschutzwände auf den trassennahen Bereich beschränken.

Auftraggeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Kurzbeschreibung UVS zum Neubau des Abschnittes 16 der A 100 in Berlin
Projektleiter Frank Jork
Raumgröße 230,00 ha
Tätigkeitsfeld Verkehrsinfrastruktur – Straße
Zeitraum von 2006
Zeitraum bis 2010