Klimaanpassungskonzept der Freien Gemeinschaftsschule „Armin Mueller-Stahl“ Heldrungen
Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst keine abstrakten Zukunftsszenarien mehr, sondern stellen weltweit und auch in Thüringen eine der zentralen Herausforderungen für die nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Infrastruktur dar. Neben den ökologischen und ökonomischen Folgen sind zunehmend auch gesundheitliche Auswirkungen zu verzeichnen. Wiederkehrende und intensiver werdende Hitzewellen belasten die Bevölkerung erheblich. Als besonders vulnerable Gruppe gelten Kinder und Jugendliche. Schulkinder sind den zunehmenden heißen Sommertagen (Tageshöchsttemperatur > 30 °C) in besonderer Weise ausgesetzt. Derartige Temperaturbedingungen beeinträchtigen nicht nur das unmittelbare Wohlbefinden von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, sondern wirken sich auch nachweislich negativ auf die Lern- und Leistungsfähigkeit aus. Die physische und kognitive Belastung durch Hitze kann den Lernprozess erheblich hemmen und somit Bildungsergebnisse nachhaltig beeinflussen.
Die Schulleitung der freien Gemeinschaftsschule „Armin Mueller-Stahl“ hat diese Problematik erkannt und sich entschlossen die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels für den Schulalltag proaktiv und systematisch anzugehen. Die Daber & Kriege GmbH unterstützt die Schulleitung bei der Erstellung eines Klimawandelanpassungskonzeptes nach Förderrichtlinie AnpaSo FSP I (BMUKN) mit dem Ziel, die Resilienz und Anpassungsfähigkeit der Schule gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu stärken. Mit dem Konzept werden Strategien und Maßnahmen diskutiert und entwickelt, um die negativen Einflüsse, bspw. durch extreme Wetterereignisse oder veränderte Umweltbedingungen, zu mindern und gleichzeitig eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung zu unterstützen. Dabei werden aufbauend auf Bestandsaufnahme und Betroffenheitsanalyse konkrete Maßnahmen geplant und nach Kostenschätzung DIN 276 kalkuliert. Zudem wird ein Hitzeaktionsplan für die Schulgemeinschaft aufgestellt.
Ein wichtiger Baustein der Konzepterstellung stellte die Beteiligung der Schul- und Lehrerschaft dar: Neben Interviews mit der Schulleitung und maßgeschneiderten digitalen Fragebögen, wurden Schülerinnen und Schüler der AG „Ein Klimakleid für unsere Schule“ verschiedener Altersstufen, die Schulleitung, Lehrkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter des Schulfördervereins im Rahmen eines eintägigen Beteiligungsworkshops an der Planung beteiligt.
Die Planung wird im September 2026 abgeschlossen. Die Schulgemeinschaft plant sich mit den Ergebnissen des erarbeiteten Klimaanpassungskonzeptes auf den Förderschwerpunkt II zur Umsetzung des Maßnahmenkataloges zu bewerben.
Besuchen Sie auch die Website der freien Gemeinschaftsschule: https://gs-heldrungen.ibkm-schulen.de/leistungen/projekte/klimakleid
